Zum Abschluss des inhaltlichen Stoffes des ersten Halbjahrs im Fach Geschichte, in dem wir uns mit Erinnerungskultur in verschiedenen Epochen vom Mittelalter bis heute beschäftig haben, wollten wir uns stellvertretend ein Mahnmal in Bamberg anschauen und an diesem unseren theoretisch gelernten Stoff nachvollziehen.
So gingen wir bei Sonnenschein in den Harmoniegarten, um dort an den Stehlen dreier Menschen verstehen zu können, was sie zum Widerstand bewegt hat. Wir tauchten ein in die Geschichte von Willy Aron, einem Mitglied in jüdischen Jugendorganisationen, der sich für die Bildung von Arbeiterkindern einsetzte, Sozialdemokraten strafrechtlich verteidigte und bereits im Jahr 1933 im Dachauer Konzentrationslager starb. Anschließend blickten wir auf den Rechtsanwalt Hans Wölfel, der bereits frühzeitig vor der NS-Ideologie warnte und Mitglied in zwei Widerstandsgruppen war, weshalb er – nach seiner Denunzierung als Regimekritiker – 1944 enthauptet wurde, bevor wir uns den bekanntesten Widerständler, Claus Schenk von Stauffenberg betrachteten, der 1944 ein Attentat auf Hitler verübte und deshalb erschossen wurde. Alle drei Personen stehen stellvertretend für die vielen Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Widerstand leisteten und zeigen.
Bevor wir wieder zur Schule zurückgingen, stellten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine der beiden Steinplatten, die den Denkmalplatz mit dem Gehweg verbinden, und überlegten, ob es etwas gibt, dass für das sie stehen und wofür sie in der heutigen Zeit Zivilcourage zeigen können.
K. Bauer


